Das Wichtigste in Kürze
- ChargePoint und Mercedes-Benz weiten ihre Flotten-Partnerschaft in Deutschland aus. Sie bündeln Planung, Aufbau und Betrieb der Lade-Infrastruktur für Geschäftskunden.
- Drei Bereiche sind abgedeckt: Laden am Unternehmensstandort, Heimladen für Dienstwagenfahrer und öffentliches Laden.
- Im Paket sind AC- und DC-Ladestationen sowie Software für Last-Management, es verteilt die Leistung auf mehrere Ladepunkte, und für den Flottenbetrieb.
- PV-Anlagen und Batteriespeicher lassen sich laut den Partnern in die Lade-Infrastruktur einbinden.
- ChargePoint setzt in Europa stärker auf gewerbliche Flotten. Privatkunden sind seit Juni 2026 ausgesperrt.
ChargePoint und Mercedes-Benz bauen ihre Zusammenarbeit im deutschen Flottenmarkt aus. Das haben die beiden Firmen am 15. Juli 2026 angekündigt, wie electrive.net berichtet. Geschäftskunden von Mercedes bekommen künftig eine Ladelösung aus einer Hand.

Was bekommen Mercedes-Geschäftskunden genau?
Die Kooperation deckt den gesamten Prozess ab: Standort-Analyse, Planung der Lade-Infrastruktur, Aufbau sowie Betrieb und Service. Flotten-Manager müssen sich so nicht mehr um jeden Schritt einzeln kümmern.
Zum Lieferumfang gehören AC-Lösungen, also Wechselstrom, und DC-Lösungen, also Gleichstrom zum Schnellladen. Dazu kommt Software für Last-Management, das verteilt die vorhandene Leistung auf mehrere Ladepunkte. Hinzu kommen Energie-Management, es steuert den Stromverbrauch im Gebäude, und Module für den Flottenbetrieb.
Auch erneuerbare Energien einbindbar
Nach Angaben der Partner lassen sich PV-Anlagen und Batteriespeicher in die Lade-Infrastruktur einbinden. So können Betriebe eigenen Solarstrom für ihre Flotte nutzen.
Wo darf geladen werden?
Die Lösung umfasst drei Bereiche:
- Am Unternehmensstandort, Lade-Infrastruktur auf dem eigenen Betriebsgelände, zum Beispiel im Depot oder am Mitarbeiter-Parkplatz.
- Zu Hause, Heimladen für Dienstwagenfahrer, also Wallboxen in der Wohnung oder am Eigenheim.
- Öffentlich, Zugang zu öffentlichen Ladepunkten über das ChargePoint-Netz.
Unterstützt werden laut electrive.net sowohl Elektro-Pkw als auch leichte und mittelschwere E-Transporter. Damit ist das Angebot auch für Handwerks-, Logistik- und Pflegedienste relevant.
Welche Ziele verfolgen die beiden Partner?
Mercedes-Benz will das Angebot für Geschäftskunden um Ladelösungen am Unternehmensstandort erweitern. Im Fokus stehen laut Bericht drei Punkte:
- Den Umstieg auf Elektrofahrzeuge erleichtern.
- Die Gesamtbetriebskosten (TCO) der Flotte senken.
- Eine hohe Fahrzeugverfügbarkeit im Alltag sicherstellen.
ChargePoint übernimmt im Rahmen der Kooperation die Standort-Analyse, die Planung, den Aufbau und den technischen Support. Damit will das Unternehmen seine Position im wachsenden Flottenmarkt stärken.

Wie passt das zur Strategie von ChargePoint?
Die Partnerschaft passt zu einer größeren Neuausrichtung. Im Juni 2026 hatte ChargePoint schon angekündigt: Die App und die RFID-Karte gibt es in Europa nur noch für registrierte Nutzer, also für Beschäftigte über den Arbeitgeber, für Flotten-Manager, Leasing-Gesellschaften oder Betreiber von Ladepunkten. Privatkunden können seitdem keine Ladevorgänge mehr direkt über ChargePoint starten, wie electrive.net schreibt.
Der Anbieter setzt damit klar auf gewerbliche Anwendungen und Flotten. Die ausgebaute Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz ist nach Angaben von electrive.net ein weiterer Baustein dieser Strategie.
Was sollten Fuhrpark-Verantwortliche jetzt prüfen?
- Standort und Netz-Anschluss: Reicht die Anschlussleistung für mehrere Ladepunkte, oder ist Last-Management nötig?
- Dienstwagen und Heimladen: Welche Wallbox bekommen Dienstwagenfahrer zu Hause gestellt?
- Abrechnung: Ist eine eichrechtskonforme Abrechnung (also eine Abrechnung, die das deutsche Eichrecht erfüllt) für Mitarbeiter und öffentliche Nutzung möglich?
- Energiequelle: Lässt sich eine PV-Anlage oder ein Speicher koppeln?
- Förderung: Welche KfW-, BAFA- oder THG-Programme greifen für die Investition?
Gebündeltes Angebot, offene Detailfragen
Die Ankündigung beschreibt das Leistungsspektrum, von der Planung bis zum Service. Konkrete Preisangaben, Verfügbarkeits-Termine und Ansprechpartner für einzelne Flotten-Größen nennt die Quelle bisher nicht.
Häufige Fragen
- Welche Fahrzeuge sind abgedeckt?
- Nach Angaben von electrive.net unterstützt die Kooperation Elektro-Pkw sowie leichte und mittelschwere E-Transporter.
- Laden auch Dienstwagenfahrer zu Hause?
- Ja. Heimladen für Dienstwagenfahrer ist laut den Partnern ausdrücklich Teil des Pakets.
- Ist öffentliches Laden weiter möglich?
- Ja. Über das ChargePoint-Netz haben Mercedes-Geschäftskunden Zugang zu öffentlichen Ladepunkten.
- Bleiben Privatkunden außen vor?
- Ja. ChargePoint hatte im Juni 2026 angekündigt, in Europa nur noch registrierte Nutzer über Arbeitgeber, Flotten-Manager, Leasing-Gesellschaften oder Betreiber zuzulassen.



