Das Wichtigste in Kürze
- Eliso Group baut 78 HPC-Ladepunkte mit bis zu 200 kW an 15 Fachmarktzentren des französischen Fonds PAREF Prima.
- Die Standorte verteilen sich auf 9 Bundesländer und sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre entstehen.
- Erste Ladepunkte laufen schon: 4 in Ochsenhausen (Baden-Württemberg) und 4 in Haßfurt (Bayern).
- Bezahlt wird per Kreditkartenterminal und kontaktlos; die Säulen kommen von Alpitronic.
- Nach Eliso-Angaben übernimmt das Unternehmen die Investitionskosten und kooperiert direkt mit dem Immobilieneigentümer.

Was baut Eliso an den 15 Fachmarktzentren konkret?
Eliso Group baut 78 HPC-Ladepunkte an 15 Fachmarktzentren aus dem Bestand des französischen Immobilienfonds PAREF Prima. Das berichtet electrive.net.
HPC steht für High Power Charging, also Schnellladen mit hoher Leistung. Jeder Ladepunkt soll laut electrive.net bis zu 200 kW liefern. Zum Einsatz kommen Hypercharger von Alpitronic mit integriertem Kabelmanagement.
Bezahlt wird direkt an der Säule: per Kreditkartenterminal oder kontaktlos. Ein App- oder Vertragszwang ist nicht nötig.
Wie ist der Zeitplan und welche Standorte sind schon offen?
Die 15 Standorte verteilen sich auf 9 Bundesländer. Der Rollout soll innerhalb der nächsten zwei Jahre abgeschlossen sein.
Die ersten beiden Standorte sind bereits in Betrieb. Ende März 2026 gingen laut electrive.net vier Ladepunkte am Parkplatz eines Discounters in Ochsenhausen (Baden-Württemberg) ans Netz. Kurz darauf folgten vier weitere im bayerischen Haßfurt.
Welche der übrigen 13 Fachmarktzentren als Nächstes ausgestattet werden, teilt Eliso nicht mit. Auch zur Gesamtanschlussleistung der einzelnen Standorte und zur Leistungsverteilung zwischen mehreren gleichzeitig ladenden Fahrzeugen äußert sich das Unternehmen laut electrive.net nicht.
Was kostet das Laden an den HPC-Säulen?
Einen offiziellen Ad-hoc-Preis nennt Eliso in der Mitteilung nicht. In den Kommentaren zum electrive-Artikel schreibt ein Nutzer: „Nein, Eliso bisher 49 ct/kWh Adhoc Preis.“ Dieser Wert ist also nicht vom Unternehmen bestätigt, sondern eine Nutzerangabe.
Hinweis zum Preis
Offizielle Ad-hoc-Preise für die 15 PAREF-Standorte hat Eliso laut electrive.net nicht veröffentlicht. Der genannte Wert von 49 ct/kWh stammt aus einem Nutzerkommentar, nicht vom Unternehmen.
„„Wer Elektromobilität in den Alltag bringen will, muss das Laden dorthin verlagern, wo Menschen ohnehin sind: zum Einkaufen.““
— Niels Christ, CEO von Eliso, zitiert nach electrive.net

Warum ist die Kooperation mit PAREF für Handel und Standortplanung relevant?
Die 78 Ladepunkte entstehen nicht im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung. Stattdessen handelt es sich um eine direkte Kooperation zwischen Eliso und dem Immobilieneigentümer PAREF Prima. Eliso übernimmt nach eigenen Angaben auch die Investitionskosten.
Für Einzelhandelsstandorte ist das ein naheliegender Anwendungsfall: Kunden können ihr Auto während des Einkaufs laden, ohne extra anzuhalten. Lange Standzeiten auf Fachmarkt-Parkplätzen werden so zu Ladezeit.
Für Standortplanung und Immobilien bedeutet das: Ein HPC-Angebot kann die Attraktivität eines Fachmarktzentrums erhöhen, ohne dass der Eigentümer selbst investieren muss.
Wie passt der Deal zu Elisos bisherigem HPC-Rollout?
Eliso baut aktuell auch an 6 Famila-Filialen insgesamt 44 Schnellladepunkte. Diese entstehen im Rahmen des Deutschlandnetzes, das die Muttergesellschaft Vinci Concessions über Via Deutschlandnetz umsetzt: 3 Regionallose mit 110 Standorten und über 800 Ladepunkten.
Zusammengenommen plant oder realisiert Eliso damit 122 HPC-Ladepunkte an 21 Einzelhandelsstandorten in diesen beiden Projekten. Der Vergleich zeigt laut electrive.net zwei Modelle für Schnellladeinfrastruktur im Handel:
- Öffentlich beauftragt: Deutschlandnetz-Standorte wie die Famila-Filialen.
- Privatwirtschaftlich finanziert: Direkte Kooperationen mit Immobilieneigentümern wie PAREF Prima.

Was bleibt offen?
Mehrere Details sind Stand 23. Juli 2026 nicht öffentlich: die Reihenfolge der 13 verbleibenden Standorte, die Gesamtanschlussleistung pro Standort und ein offizieller Ad-hoc-Preis. Auch zum Stromtarif und zum Backend-Betreiber äußert sich Eliso in der Mitteilung nicht.
Häufige Fragen
- Wie viele HPC-Ladepunkte baut Eliso genau?
- 78 HPC-Ladepunkte an 15 Fachmarktzentren aus dem Portfolio des französischen Fonds PAREF Prima.
- Welche Ladeleistung ist geplant?
- Bis zu 200 kW pro Ladepunkt. Es kommen Hypercharger von Alpitronic mit Kabelmanagement zum Einsatz.
- Wo stehen die ersten Anlagen schon?
- Seit Ende März 2026 in Ochsenhausen (Baden-Württemberg) und kurz darauf in Haßfurt (Bayern), je 4 Ladepunkte.
- Wer zahlt die Investition?
- Nach eigenen Angaben übernimmt Eliso die Investitionskosten; PAREF stellt die Standorte bereit.
- Ist das ein öffentlich gefördertes Projekt?
- Nein. Der Deal ist eine privatwirtschaftliche Kooperation zwischen Eliso und dem Immobilieneigentümer, nicht Teil des Deutschlandnetzes.



